Freitag, 19. Juli 2019
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Jahreshauptversammlung Feuerwehren Gemeinde Hüttenberg

Ohne ehrenamtliche Feuerwehr geht es nicht
Zu ihrer gemeinsamen Mitgliederversammlung trafen sich die 5 Hüttenberger Ortsteilwehren im Dorfgemeinschaftshaus Reiskirchen. Gemeindebrandinspektor Björn Jung konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen.
Hüttenbergs Bürgermeister Christoph Heller dankte den Einsatzkräften und betonte “ohne ehrenamtliche Feuerwehr geht es nicht“. Eine Feuerwehr aus hauptamtlichen Kräften wäre nicht finanzierbar.
Der stellv. Kreisbrandinspektor Wolfgang Blicker berichtete von einem erneuten Rückgang in den Mitgliederzahlen bei den Feuerwehren. So waren 2018 im Lahn Dill Kreis 46 Einsatzkräfte weniger für die Allgemeinheit tätig wie im Jahr zuvor. Blicker sprach davon, dass die Feuerwehren vor großen Herausforderungen ständen, man müsse die Mitgliederwerbung mehr fördern.
In seinem Jahresbericht konnte Gemeindebrandinspektor Jung auch in Hüttenberg einen Rückgang von 8 Einsatzkräften bestätigen. Zurzeit gibt es 165 Aktive davon 17 Weibliche. Diese mussten im Berichtsjahr 17 Brandeinsätze, 26 Hilfeleistungen und 11 Brandsicherheitswachdienste absolvieren, dazu kamen noch 6 Fehlalarme. Zunehmend gab es Einsätze wegen des letztjährigen heißen Sommers. Infolge des Klimawandels müsse man bei der Ausrüstung in diese Richtung mehr investieren. Jung erinnerte an den Unwettereinsatz in Gießen am 30.05. zu dem man auch unterstützend alarmiert wurde. Neue Aufgaben für die Feuerwehr sind Verkehrsunfälle mit Fahrzeugen mit alternativen Antrieben wie Gas und Strom.
Jung’s Stellvertreter Torben Petry berichtete über die Ausbildung. Im Berichtsjahr wurden 51 Lehrgänge und Seminare, mit 1.807 Stunden, besucht. Petry kritisierte die Hessische Landesfeuerwehrschule, da man für 2019 nur 4 Lehrgangsplätze zugewiesen bekam. Der Bedarf in Hüttenberg sei deutlich höher.
Der Fachberater Technik Friedel Mehlmann berichtete über die Beschaffung von Ausrüstung und dem Zustand der 22 Feuerwehrfahrzeuge in Hüttenberg. Aufgrund des Alters einzelner Einsatzfahrzeuge muss die Kommune hier in den nächsten Jahren Ersatz beschaffen.

Aus dem Bereich Jugend- und Minifeuerwehr berichtete Anja Schmidt. Erfreulich war die Gründung der Minifeuerwehr in Ortsteil Vollnkirchen. Damit habe man jetzt 3 Minifeuerwehren als Vorstufe der bestehenden 5 Jugendfeuerwehren. Hier werden 46 Jugendliche betreut. Schmidt erinnerte an die letztjährige Leistungsspange, an der eine gemischte Gruppe der Hüttenberger Jugendfeuerwehr teilnahm. Bundesaußenminister Heiko Maas beglückwünschte die Teilnehmer alle persönlich, was ein besonders Erlebnis für die Jugendlichen war. 2 Jugendliche konnten in die Einsatzabteilung übernommen werden. Schmidt bat bereits um Unterstützung für den Wandertag des Feuerwehrverbandes, welcher 2020 in Hüttenberg ausgerichtet wird.
Bürgermeister Heller konnte aufgrund erbrachter Ausbildung zahlreiche Beförderungen aussprechen. Erfreut darüber, dass auch zahlreiche untere Dienstgrade dabei waren und damit der Nachwuchs gesichert sei. Aus unserer Wehr wurde befördert: Hauptbrandmeister: Benjamin Lachmann, Eike Kroganski. Brandmeister: Peter Dern, René Franz, Benedikt Kummer, Eric Schindler. Oberlöschmeister: Nico Mehlmann. Löschmeister: Tim Mehlmann, Steffen Franz. Oberfeuerwehrmann: Hanna Meiß, Michael Kranert, Timo Schmidt. Feuerwehrmann: Kevin Müller, Tobias Rentsch, Tim Althen.

Auch zahlreiche Mitglieder konnten geehrt werden. So wurde Wehrführer Eike Kroganski und Christian Olbrich mit dem Hessischen Brandschutzehrenzeichen in Silber, für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet.

Der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Wetzlar Michael Stroh verlieh die Ehrungen vom Nassauischen Feuerwehrverband. Die Feuerwehr Ehrenmedaille in Gold wurde an Eric Schindler in Silber an Nico Mehlmann vergeben.